Aktuelle öffentliche Ausschreibungen, Vergabeverfahren und Aufträge der öffentlichen Hand. Täglich aktualisiert.
Alle Vergabeverfahren in Deutschland im Überblick: Offenes, nichtoffenes, Verhandlungsverfahren und mehr. Erfahren Sie, welche Verfahren es gibt und wie Bieter teilnehmen können.
Vergabeverfahren sind die geregelten Prozesse, über die öffentliche Auftraggeber Aufträge an private Unternehmen vergeben. In Deutschland unterliegen sie dem Vergaberecht, das auf EU-Richtlinien basiert und im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) sowie in den Vergabeverordnungen (VgV, SektVO, VOB/A, VOL/A) geregelt ist.
Das offene Verfahren ist der Standardfall bei öffentlichen Ausschreibungen. Jedes interessierte Unternehmen kann ein Angebot abgeben. Die Bekanntmachung erfolgt im Bundesanzeiger oder auf TED (Tenders Electronic Daily).
Merkmale:
Beim nichtoffenen Verfahren können nur eingeladene Bieter ein Angebot abgeben. Vorher findet eine Auswahlphase statt, in der der Auftraggeber geeignete Unternehmen identifiziert.
Merkmale:
Beim Verhandlungsverfahren werden die Vertragsbedingungen mit den Bietern verhandelt. Es gibt Varianten mit und ohne vorherige Bekanntmachung.
Merkmale:
Der wettbewerbliche Dialog wird bei besonders komplexen Projekten eingesetzt, bei denen der Auftraggeber die technischen, rechtlichen oder finanziellen Lösungen nicht im Voraus definieren kann.
Die Innovationspartnerschaft wurde 2016 eingeführt und ermöglicht die Entwicklung und anschließende Beschaffung innovativer Produkte oder Dienstleistungen.
| Bereich | EU-Schwellenwert |
|---------|-----------------|
| Bauaufträge | 5.538.000 € |
| Liefer- und Dienstleistungen (Bund) | 143.000 € |
| Liefer- und Dienstleistungen (Kommunen) | 221.000 € |
| Sektorenaufträge | 452.000 € |
Unterhalb dieser Werte gelten nationale Vergaberegeln mit geringeren Formalanforderungen.
1. Vergabeportale regelmäßig prüfen: Nutzen Sie Plattformen wie DTVP, TED und evergabe, um neue Ausschreibungen frühzeitig zu erkennen.
2. Eignungsnachweise vorbereiten: Halten Sie Referenzen, Bilanzen und Bescheinigungen aktuell.
3. Fristen im Blick behalten: Versäumte Fristen sind der häufigste Grund für den Ausschluss.
4. Nachweise sorgfältig prüfen: Fehlende oder fehlerhafte Unterlagen führen zur Ablehnung.
5. AVV und Vergabekriterien genau lesen: Die Angebots- und Vergabeunterlagen definieren die Anforderungen.
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